Iguazú / Iguaçu

[Christina 21.09.2015]

Der Sommer hat uns wieder – wir haben genug für den deutschen Winter geübt!

Wir haben unsere kurzen Sachen wieder hervorgekramt.

Wir haben unsere kurzen Sachen wieder hervorgekramt.

Die berühmten Wasserfälle am Dreiländereck in Südamerika waren einer der beiden Gründe, warum es Südamerika auf unsere Reiseliste geschafft hat (der andere Grund hieß Salar de Uyuni). Nun sind wir endlich da und wollen das Schauspiel von allen Seiten bewundern.

Alle paar Meter findet sich eine neue - noch schönere Perspektive.

Alle paar Meter findet sich eine neue – noch schönere Perspektive.

Wir fangen mit der argentinischen Seite an und können dort sehr nah an die Fälle heran. (Die Wasserspritzer, die man dort abbekommt, sind bei 38°C durchaus erwünscht.) Wir laufen im Nationalpark etliche Kilometer (und sind damit schneller als die kleine Schmalspurbahn, die mehr oder weniger regelmäßig fährt), sehen viele Tiere (insbesondere gelbe Schmetterlinge und Coaties/Nasenbären) und haben immer wieder neue beeindruckende Ausblicke auf die Wasserfälle.

Zwischendurch brauchen wir alle eine Dusche, um die Temperaturen zu überstehen.

Zwischendurch brauchen wir alle eine Dusche, um die Temperaturen zu überstehen.

Schon allein die Tierwelt lohnt einen Besuch.

Schon allein die Tierwelt lohnt einen Besuch.

Der Fluss Iguazú (argentinisch) bzw. Iguaçu (brasilianisch) fällt auf einer Länge von 2,7km an 275 Stellen bis zu 82m in die Tiefe. Die imposanteste Stelle auf der argentinischen Seite ist der Teufelsschlund (Garganta del Diablo), wo das Wasser u-förmig auf 150m Breite mit gigantischem Getöse in die Tiefe stürzt.

Die Soundkulisse war von hier aus schon voluminös ...

Die Soundkulisse war von hier aus schon voluminös …

... richtig beeindruckend war es dann mit dem passenden Blick in die Tiefe.

… richtig beeindruckend war es dann mit dem passenden Blick in die Tiefe.

Wobei man genau genommen den Grund wegen der Gischt kaum ausmachen konnte.

Wobei man genau genommen den Grund wegen der Gischt kaum ausmachen konnte.

Am folgenden Tag fahren wir auf die brasilianische Seite, von der aus man 90% der Wasserfälle im Überblick hat und damit die Möglichkeit, tolle Panoramafotos zu schießen, was wir auch ausgiebig tun.

Wasser von allen Seiten.

Wasser von allen Seiten.

Mit dem Speedboot konnte man bis unter die ersten Wasserfälle fahren.

Mit dem Speedboot konnte man bis unter die ersten Wasserfälle fahren.

Wir haben an diesem Tag eine Tour gebucht, die uns außerdem zum größten Wasserkraftwerk außerhalb Chinas bringt (Itaipú). Wir fahren mit einem Bus über die gigantische Staumauer (die insgesamt 7,7km lang ist), erhaschen einen Blick auf den Stausee (der zweieinhalb Mal so groß wie der Bodensee ist) und staunen über die riesigen Turbinen. Das Kraftwerk liegt auf der Grenze von Paraguay und Brasilien und liefert an beide Länder Strom. (Brasilien hat das Projekt bezahlt, dafür exportiert Paraguay seinen überflüssigen Strom kostenlos nach Brasilien.)

Es wurde Stahl für 380 Eiffeltürme verbaut.

Es wurde Stahl für 380 Eiffeltürme verbaut und die Staumauer ist so hoch wie ein 65-stöckiges Hochhaus.

Mittags gibt es ein riesiges Buffet mit Fleisch satt, diversen Beilagen, Salaten und einer großen Auswahl an Nachtisch. So haben wir uns das vorgestellt. Auch abends genießen wir im Restaurant die wirklich fantastischen Steaks (selbst die Kinder wollen nun immer eine eigene Portion haben, teilen ist nicht mehr so angesagt). Wer von euch schon einmal hier war, wird wissen, wovon wir sprechen.

So sehen glückliche Steakesser aus.

So sehen glückliche Steakesser aus.

Die Geldsorgen der Argentinier verfolgen uns jedoch weiterhin, so dass wir spontan umgeplant haben und nun nach Uruguay fahren werden. Der inoffizielle Wechselkurs für US$ (blue dollar) in Argentinien liegt über 50% höher als der offizielle Kurs, der uns am Geldautomaten berechnet wird (weshalb die Preise hier noch teurer sind als ohnehin schon). Leider akzeptieren die inoffiziellen Wechselstellen nur große Scheine (50$ und 100$), so dass wir mit unserem „Kleingeld“ hier auch nicht weiterkommen. In Uruguay  wiederum kann man US$ am Automaten abholen, womit dann auch unsere letzten Tage in Buenos Aires finanziert werden können. Außerdem grillen die Uruguayer genauso gute Steaks wie die Argentinier! Morgen werden wir also vorerst das letzte Mal eine Nachtbusfahrt plus anschließende Fährfahrt in Angriff nehmen und hoffen, dass das diesmal ohne Pannen klappt.

3 Gedanken zu „Iguazú / Iguaçu

  1. Anne & Dieter

    Hallo Tine, Basti,
    Prinzessin und Sonnenschein,
    ein schönes Südamerika-Wochenende wünschen wir euch. Haben gerade ein neues, tolles Wasserfallpanorama-Foto entdeckt. So startet es sich gut in den Tag. Seid ganz lieb gegrüßt von den
    sich schon dolle auf euch freuenden
    Opa-Vati-Dieter & Oma-Mutti-Anne

    Antworten
  2. Anne & Dieter

    Hallo ihr Lieben,
    jetzt brauchen wir wohl eine “vierte” Steigerungsform von schön. Welch ein Naturschauspiel und welche Urgewalt. Auch ihr VIER seht phantastisch und glücklich aus. Danke für den tollen Bericht
    und dir, Mandy, für die Buchtipps.
    Liebe Grüße in die Runde von
    Anne und Dieter
    Mutti, Vati, Oma, Opa

    Antworten
  3. Mandy

    Oh ja, diese Wässerfälle sind wirklich sehr schön. Ich habe kurzlich in einer dreiteiligen Argentinien Saga davon gelesen. Also, wenn ihr noch etwas Lesestoff braucht: Sofia Caspari, Im Land des Korallenbaums, Die Lagune der Flamingos und Das Lied des Wasserfalls”. wirklich sehr bildlich alles beschrieben.

    Viel Spass in Urugay. Wara meint, es ist wirklich schön dort :-)

    Liebe Grüße
    Mandy

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