Chiang Mai – Teil 2

[Sebastian 24.11.2014]

Nach der ganzen Aufregung mit den Elefanten liegen jetzt ein paar weniger aufregende Tage hinter uns. Dazu sind wir in einen ruhigen Backpacker etwas weiter südlich und abseits des Zentrums umgezogen. Hier gibt es Frühstück inklusive, einen gemütlichen Garten und der Preis war auch unschlagbar (550 THB – ca. 12,75€ für zwei Doppelzimmer). Gute Rahmenbedingungen, um dem Thema Schule wieder etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Den Anfang machte jeweils ein Aufsatz über Elefanten. Die Ergebnisse könnt ihr auf der Kinderseite nachlesen. (Die Texte wurden von den Kindern auch eigenhändig abgetippt!) Aber auch Mathe und Deutsch wurden fleißig (wenn auch nicht immer mit voller Begeisterung seitens Jonathan) geübt.

Wir Eltern haben tapfer Bilder aussortiert. Von ca. 800 Elefantenbildern sind immer noch 130 übrig, von denen wir dann noch die besten für den Blog, der auch mal wieder gepflegt werden wollte, küren mussten. (Wir freuen uns übrigens riesig über die hohe Resonanz auf unser Geschreibsel. Morgens werden immer noch vor den E-Mails die Kommentare „gecheckt“.) Zusätzlich geht einiges an Zeit auch für die Reiseplanung der nächsten Tage und Wochen drauf. Dafür haben wir jetzt über die Feiertage ein schönes Hotel mit Pool (als Weihnachtsgeschenk für die Kinder) in Kanchanaburi, einen Flug nach und eine Unterkunft in Kuala Lumpur, wo wir Silvester feiern werden und einen groben Plan für unsere geplante Rundreise durch die nähere Umgebung. So langsam verstehen wir die Rentner: So viel zu tun, so wenig Zeit ;o).

Am Nachmittag haben wir uns dann aber doch  immer vor die Tür gewagt, um die Gegend nach Essbarem zu durchforsten. Gleich beim ersten Ausflug stießen wir nach 100m auf das „German Beer House“, eine kleine deutsche Kneipe. Also erst mal Brotzeit und Schnitzel mit Pommes bei Michael gegessen und für Montag Weißwurst mit Brezeln bestellt. Aber auch das thailändische Essen kam nicht zu kurz. Meist versorgen uns die abends überall aus dem Boden sprießenden Garküchen oder kleine Straßenrestaurants für ca. 5 € (für alle!).

Bilder an der Wand ersetzen die Speisekarte

Bilder an der Wand ersetzen die Speisekarte

Am Sonnabend haben wir uns dann ein Festmahl gegönnt. Wir waren beim Khantoke Dinner. Das bedeutet lokale Spezialitäten, die unsere beiden Kinder gut essen konnten (auch wenn Josephina für einen Happen scharfes Fleisch zwei Hände voll Reis zum „löschen“ benötigte) und dazu eine Tanzaufführung traditioneller Tänze. Eine sehr touristische Veranstaltung, aber sehr gut und angenehm organisiert.

Scharf, aber lecker (und so viel man wollte/konnte)

Scharf, aber lecker (und so viel man wollte/konnte)

Sehr anmutig aber auch sehr exotisch.

Sehr anmutig aber auch sehr exotisch

Den Tag darauf haben wir uns noch einmal mit Jürgen und seiner Tochter+Freund im „Art in Paradise“ getroffen. Das ist ein 3D-Museum, in dem alle Wände und der Boden so geschickt bemalt sind, dass man aus der richtigen Perspektive einen phänomenalen 3D-Eindruck hat. (Bei einer Statue konnten wir aus 10m Entfernung beim besten Willen nicht sicher sagen, ob Bild oder Körper.) Ein riesen Gaudi für jung und nicht mehr ganz so jung.

Hui! Mal was anderes als immer nur Taxi

Hui! Mal was anderes als immer nur Taxi

Balance ist alles!

Balance ist alles!

Die Südsee kann kommen!

Die Südsee kann kommen!

Wie komme ich hier nur wieder raus?

Wie komme ich hier nur wieder raus?

Wer braucht schon eine Taschenlampe!

Wer braucht schon eine Taschenlampe!

Puh, dass war nötig nach dem scharfen Essen!

Puh, dass war nötig nach dem scharfen Essen!

Danach waren wir noch gemeinsam auf der Sunday Walking Street (einem sonntäglichen Nachtmarkt) und haben kaum eine Garküche ausgelassen. So viele leckere Dinge, die wir bislang noch nicht probiert hatten; Rotee z.B. (eine Art Blätterteig wie Crepe zubereitet) gehört ab jetzt fest zu unserem Repertoire. Die Kinder gönnten sich von ihrem Taschengeld zwei Leuchthubschrauber, die man in die Luft katapultiert und testeten diese auch gleich ausgiebig. Dann hieß es Abschied nehmen von Jürgen – hart für Josephina. Wir hoffen auf weitere so angenehme Bekanntschaften auf der weiteren Reise.

Nach der Kunst kam auch die Kultur auf ihre Kosten. Gestern haben wir einen Ausflug zum ca. 16 km entfernten Doi Suthep Tempel unternommen. (Tine hat den Taxifahrer von 600 THB auf 300 THB heruntergehandelt, was ein günstiger Preis für diese Tour ist. Er hat dafür noch 6 Leute im Hostel überredet mitzukommen und kam auch auf seinen Schnitt.) Zum Tempel führen viele Stufen zum Schluss über eine einzelne riesige Treppe. Die Thailänder glauben, dass es Glück bringt, die Stufen hinaufzusteigen. Na dann, kann ja nicht schaden. Zur genauen Anzahl der Stufen konnten sich die Reiseführer nicht einigen. Also haben wir jede Einzelne gezählt (hoch und sicherheitshalber auch runter). Es sind genau 307!

307 Stufen, ganz sicher!

307 Stufen, ganz sicher!

Der Tempel selbst ist sehr aufwändig und vor allem mit viel Gold gestaltet und enthält unzählige Buddhaschreine. Ganz interessant, aber uns fehlt wohl der Kennerblick für die Besonderheiten der verschiedenen Tempel, die hier buchstäblich an jeder Ecke in unterschiedlichen Größen zu finden sind.

Weniger Menschen auf dem Bild waren bei den Massen kaum möglich!

Weniger Menschen auf dem Bild waren bei den Massen kaum möglich!

Jetzt genießen wir noch etwas diese angenehme Stadt und gehen wohl endlich mal am Fluss essen, bevor wir ab Donnerstag mit dem Auto die Gegend erkunden.

4 Gedanken zu „Chiang Mai – Teil 2

  1. Sigrid

    Danke für den neuen tollen Bericht.Das 3 D Museum ist ja lustig.Besonders faszinierend fand ich auch die Bilder vom Tempel.Wie im Märchen.Weiter viele besondere Erlebnisse.Wer hat eigentlich das letzte Quiz gewonnen?L.G.SigridWetter in Berlin grau und kalt und weihnachtlich.

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  2. Verefra

    Und auch hier nochmal Danke für die genialen Fotos aus dem 3D-Museum und den Reisebericht.
    Von 800 Fotos auf 130 reduzieren? Das klingt ja richtig nach Arbeit und nicht nach Urlaub.
    Basti, wie war das?: Es hat keiner gesagt, dass es Spaß macht? ;-)
    Ich hoffe aber, ihr habt noch jede Menge davon (also vom Spaß… und den Fotos… und den Berichten), so dass auch wir uns immer wieder über Euer “Geschreibsel” freuen können.
    LG FuV

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  3. Dieter&Ingrid

    Hallo Ihr Lieben,
    nachdem ich gerade beim Asiaten im Margaretenhof essen war, habe ich den Rest der Pause genutzt, um die neuen Erlebnisse in Eurem Blog zu lesen. Es ist soooo spannend, ein „Eintauchen“ in eine andere Welt.
    Das sind ja unglaubliche Bilder aus dem 3D-Museum. Sicherlich hätte Josephina nach dem scharfen Essen auch so eine drachenköpfige Flamme wie Jonathan entfachen können. Die Bilder haben eine Tiefenschärfe, die man in der Natur nicht immer so hinbekommt.
    Schnitzel und Pommes? Habt ihr das schon vermisst? Das Khantoke Dinner sieht jedenfalls superlecker aus.
    Wir wünschen Euch weiterhin tolle Erlebnisse und viele Worte für weitere Berichte

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  4. OPaD & OMaA

    Das hört sich wie in den “Märchen aus tausendundeiner Nacht” an … und es sieht auch so aus. Tempel, Fliegender Teppich, Stundenglas, Wasserfall … stimmt, die Monsterwelle ist moderner Trendsport … mit Josephina und DEM Jürgen? Es ist höchst vergnüglich, euern Berichten zu folgen. LG aus FFo

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