Kuala Lumpur Teil 2

[Sebastian – 26.01.2015]
Zurück in Kuala Lumpur wollen wir noch ein bisschen mehr von der Stadt mitbekommen. Unsere Unterkunft im Stadtzentrum ist diesmal viel besser. Ein kleines, sauberes Hostel (gegenüber einer Mall direkt an der Mono-Rail) mit kleiner Küche und vielen anderen Reisenden, mit denen man im gemütlichen Aufenthaltsbereich gut ins Erzählen kommt. Wie gehabt gehen wir aber alles ganz ruhig an und erledigen erst mal das Organisatorische. Die Kinder lassen beim Zahnarzt  Zahnstein entfernen (der sich leider seit dem Umstieg von der elektrischen Bürste gebildet hat), die Mall versorgt uns mit leckeren, frischen Lebensmitteln und wir wälzen ausführlich den Reiseführer. (Wie „wälzt“ man eigentlich ein E-Book?)

In den folgenden Tagen besuchen wir China-Town (ok, aber irgendwie nicht begeisternd) und die nahegelegenen Batu-Caves. Hier lauern überall sehr aufdringliche und diebische Affen, die von vielen Leuten mit Begeisterung gefüttert werden. Uns gefällt dieser Umgang mit den Tieren und das daraus resultierende, unnatürliche Verhalten überhaupt nicht.

Die Höhlen sind durch ein steile Treppe mit einem riesigen Buddha davor erreichbar

Die Höhlen sind durch ein steile Treppe mit einem riesigen Buddha davor erreichbar

Auch den Höhlen selbst, die ein sehr beliebter hinduistischer Pilgerort sind, können wir nicht viel abgewinnen. (Wir haben schon überlegt, ob wir durch die lange Reise etwas abgestumpft sind, denken aber, dass das Ganze einfach nicht unser Interesse trifft.) Das Highlight ist dann das kleine indische Restaurant am Fuß der Höhle. Sehr einfach aber lecker mit einem sehr aufmerksamen Service. Keine Ahnung, was wir da bestellt haben und was wir bekommen haben. Aber es hat uns (und auch den Kindern) sehr gut geschmeckt.

Die Höhlen sind zwar groß aber irgendwie springt der Funke nicht über.

Die Höhlen sind zwar groß aber irgendwie springt der Funke nicht über.

Tine findet im Reiseführer eine Tour zur größten Firefly-Kolonie der Welt. Da der Ausflug lange dauert (2h Fahrt je Richtung), nicht billig ist und das Interesse hierzu innerhalb der Familie etwas heterogen verteilt ist, fährt Tine mit Jonathan einen Abend zu den Glühwürmchen, während Schlumpi mit Papa bowlen darf. So kommen alle auf ihre Kosten.

(Kurzbericht Tine: Genau genommen machen wir den Ausflug nach Selangor zu dritt, da sich noch eine Deutsche aus dem Guesthouse anschließt. So habe ich eine nette Gesprächspartnerin während der Fahrt und die 2h vergehen wie im Flug. Für Jonathan auch, denn er durfte Musik auf dem iPhone hören. 

Die Affen bewachen die Kanonen an der Straße von Malakka.

Wir machen noch zwei kurze Zwischenstopps an einer Zinnfabrik und einem Leuchtturm, an dem hunderte wilder Affen leben.

Da man die Glühwürmchen nur im Dunkeln sieht, dürfen wir vorher noch den Sonnenuntergang bei einem leckeren Abendessen auf einer Terrasse am Flussufer bewundern. Dann geht es endlich mit dicker Schwimmweste bekleidet aufs Boot. Wir fahren ganz nah am Ufer entlang und sind fasziniert von den blinkenden Lichterketten in fast jedem Strauch und Baum. Niemand sagt mehr ein Wort und es ist fast unheimlich still – wir fahren mit einem Elektroboot – und alle starren gebannt auf das von den Insekten beleuchtete Ufer, dem wir mehrere hundert Meter folgen. Diese Menge an Glühpunkten ist echt beeindruckend. Dann geht es zurück nach Kuala Lumpur.)

Die Glühwürmchen ließen sich leider nicht fotografieren. Aber der Sonnenuntergang war auch nicht schlecht.

Die Glühwürmchen ließen sich leider nicht fotografieren. Aber der Sonnenuntergang war auch nicht schlecht.

Einen Tag haben wir dann auf besonderen Wunsch der Kinder eine Escape-Challenge gemacht. Dabei wird man in einen Raum gesperrt und muss nach Hinweisen und Rätseln suchen, die einem helfen, innerhalb der Spielzeit, die Tür wieder zu öffnen. (Also genau das Richtige für uns Rätselfreunde!) Die Kinder kannten so etwas schon von unserem Maiwochenende in München und waren Feuer und Flamme.

Es gab auch noch deutlich gruseligere Settings. Daher die eigenwilligen Requisiten.

Es gab auch noch deutlich gruseligere Settings. Daher die eigenwilligen Requisiten.

Unser Thema war ein Kunstraub. Wir sollten in eine Galerie einbrechen, ein Gemälde aus einem Tresor rauben und entkommen, bevor die Polizei uns verhaftet. Das Ganze erstreckte sich über drei verschiedene Räume, die alle sehr atmosphärisch gestaltet waren (so sehr, dass sich Josephina zwischendurch etwas gruselte) inkl. echter Laserbarriere mit Akrobatikeinlage. Man fühlte sich fast wie im Film „Verlockende Falle“ (der bezeichnenderweise auch in Kuala Lumpur spielt). Nach 38 von 45 min hatten wir dann alle Rätsel und Fallen erfolgreich gemeistert und konnten mit dem Gemälde entkommen. Ein riesen Spaß!

In den Räumen war leider Fotografierverbot. Aber wer sich an Catherine Zeta Jones berühmten Auftritt erinnert, hat eine vage Vorstellung, wie elegant sich Tine durch die Laserfalle geschlängelt hat.

In den Räumen war leider Fotografierverbot. Aber wer sich an Catherine Zeta-Jones berühmten Auftritt erinnert, hat eine vage Vorstellung, wie elegant sich Tine durch die Laserfalle geschlängelt hat.

Dann ist unsere Zeit in Kuala Lumpur auch schon wieder vorbei. Die Unterkunft in Melaka ist gebucht; die Sachen sind gepackt; jetzt müssen wir nur wieder einmal das Thema Bus meistern. Welche Überraschung uns hier erwartete, erfahrt ihr (erst) im nächsten Beitrag …

Ein Gedanke zu „Kuala Lumpur Teil 2

  1. Sigrid

    Ich hab gleich noch einen interessanten Bericht gefunden ohne ein Rätsel lösen zu müssen.Beeindruckend fand ich den Riesenbudda am Höhleneingang.Die Glühwürmchen kann ich mir vorstellen.Ich hab noch nie welche gesehen.Wo muss ich da nochmal hin?Nochmals liebe Grüsse aus dem grauen Berlin Vielleicht finde ich gleich noch einen Bericht

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