Abreise

[Sebastian 31.01.2015]
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben …
Fünfter Flug, alles Routine: Früh aufstehen, Sachen zusammenpacken, mit dem Shuttle zum Flughafen, einchecken, Sicherheitskontrolle, gemütlich frühstücken und ab in den Flieger – dachten wir!

„You can not check in. You have no visa for Australia!“ Ups, da wir nur eine Nacht Stopover in Sydney machen wollten, hatten wir uns irgendwie gar nicht über die Visavorschriften informiert.
Panik!
Angeblich kann man das Visum online beantragen. Aufatmen. Die Bewilligung dauert nach Erfahrung der Check-in Beamtin zwischen einigen Minuten und 14 Tagen!
Paniklevel 2 erreicht!
Also ab zum nächsten Starbucks auf der Suche nach Internet. Den Morgenkaffee bekamen wir, aber der Hotspot funktioniert nicht mit unserer Technik.
Paniklevel 3 erreicht.
Zum Glück gibt es auf dem Flughafen ein kostenloses WLAN. Auf der Seite des Australia Immigration Bureau gibt es einen Link zu einem e-Visa. Formular ausfüllen. Gewünschtes Einreisedatum? Heute! Geht nicht, liegt in angeblich in der Vergangenheit. Super!
Paniklevel 4 erreicht.
Geben einfach das morgige Datum ein und weiter zur Payment-Seite. Payment? Das Visum soll 40 AUS-$ pro Nase kosten. 160 AUS-$ für den falschen Einreisetag wollen wir nicht riskieren. Dann lassen wir halt unser Hotelzimmer verfallen und übernachten auf dem Flughafen. Also noch mal beim Check-in anstellen und mit weichen Knien warten. Dort erfahren wir, dass man bereits für den Flughafen ein gültiges Visum benötigt, das Buchungssystem mit dem Immigration Bureau of Australia verbunden und ein Check-in technisch nicht möglich ist. (Eine Diskussion mit einem Computersystem kann man leider auch mit den besten Argumenten und einer tränenreichen Geschichte nicht gewinnen.) Der Check-in ist noch eine Stunde offen. Prima, mit ein wenig Zeitdruck macht das Ganze gleich viel mehr Spaß.
Paniklevel 5 erreicht.
Also noch mal zurück zum Onlineformular. Hacken die Daten für uns vier ein, überweisen den Wegezoll und hoffen auf eine zügige Bearbeitung (immerhin ist in Australien gerade Sonnabend morgen 3:00 Uhr – klassische Beamtenzeit). Nach 5 Minuten die erlösende E-Mail. Visa erteilt! Freundlicherweise können wir direkt zurück zum Check-in, ohne uns noch (ein drittes) mal anstellen zu müssen. Dort sind die Visadaten auch angekommen, so dass schließlich alles gut ist und wir den Flieger besteigen können.

Alles gut? – Fast alles!
Tine stellt hinterher fest, dass es drei verschiedene Visa für Australien gibt. Unter anderem ein kostenloses Transitvisum für 72h. Lächerlich – wir dürfen jetzt 1 Jahr lang so oft einreisen wie wir wollen. (Mal sehen, wo unser erster Urlaub nach der Reise hingeht. Ein Visum hätten wir immerhin schon.) Wir verbuchen das Ganze unter Panikgebühr. Immer noch besser als neue Flugtickets nach Australien und Neuseeland kaufen zu müssen.

Puh, das reicht an Aufregung erst mal wieder für einen Morgen.

Die nächste Hürde wartet jetzt in Sydney auf uns. Mal sehen, ob wir bis Mitternacht warten müssen, um zu unserem Hotel zu kommen … Aber jetzt heißt es Füße hoch (bzw. einklappen) und Flug genießen.

3 Gedanken zu „Abreise

  1. Toni

    Hallo ihr 4,

    man das wäre nichts für mich… Ich glaube ich wäre irgendwann zwischen W-Lan-Hot-Spot und Check-in heulend zusammengebrochen. Ihr habt meinen größten Respekt.
    Ich wünsche euch weiterhin eine tolle Reise und hoffe dass dies die letzte bürokratische Hürde auf eurer Reise war (so was ist doch auf Dauer nicht gesund… oder?)

    Viele liebe Grüße
    Toni

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  2. Oma Anne & Opa Dieter

    Man gut, dass wir schon eure Mail von der guten Landund hatten. Puh, wenn das keine gute Story ist … hinterher lässt sich alles gut “vermarkten”. Wie bereits gesagt, wir genießen die Erlebnisse sehr gut von zu Hause. Liebe, liebe Grüße, verdient erholsame Stunden in Australien und eine gute Landung im Land unserer Träume.
    Eure beiden OPaDieter & OMaAnne

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  3. Sigrid

    Gut,dass noch alles geklappt hat.Wäre nichts für mich.Ich bin schon bei unseren einfachen Flügen in Europa aufgeregt.TOI TOI TOI für den Weiterflug

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